Eine neue Schneidematte für meinen Basteltisch
Eine Schneidematte für den Basteltisch ist bei mir definitiv kein kurzlebiger Gebrauchsgegenstand. Meine große Schneidematte von Buttinette liegt tatsächlich schon seit 2012 auf meinem Basteltisch.
Sie hat in den vergangenen Jahren so einiges mitgemacht. Unzählige Bastelprojekte, verschiedene Wohnorte und verschiedene Bastelzimmer. Allein in meiner jetzigen Wohnung ist mein Bastelzimmer in den vergangenen fast elf Jahren schon dreimal umgezogen – von den vielen kleinen und großen Umräumaktionen mal ganz abgesehen.
Ich tüftele einfach gerne daran herum, wie ich meinen Arbeitsplatz noch praktischer gestalten und Abläufe verbessern kann. Manchmal muss man Dinge eben erst ausprobieren, um festzustellen, ob eine Idee tatsächlich funktioniert.
Meine alte Schneidematte hat das alles mitgemacht.
Irgendwann gab es allerdings auch ein Projekt, bei dem ich ihr offensichtlich ein bisschen zu viel Wärme gegönnt habe. Seitdem war sie leider nicht mehr ganz eben. Ich habe zwar versucht, sie wieder glatt zu bekommen – so richtig gelungen ist mir das aber nie.
Und auch sonst konnte man ihr ihre vielen Dienstjahre inzwischen deutlich ansehen. Einige Schnitte waren so tief, dass an manchen Stellen sogar schon kleine Stücke fehlten.
Kurz gesagt: Nach rund 14 Jahren durfte die alte Dame dann doch langsam in Rente gehen.
Eine neue Schneidematte für den Basteltisch
Bisher lag neben meiner großen Schneidematte noch eine zweite, kleinere Matte auf dem Basteltisch. Dieses Mal wollte ich aber gern wieder eine richtig große, durchgehende Arbeitsfläche haben.
Also habe ich mir eine neue Schneidematte in 60 × 90 cm* gegönnt.
Und weil ich mein Bastelzimmer gerade umgeräumt, aufgeräumt und neu sortiert habe, fühlt sich die neue Matte tatsächlich ein bisschen wie die Einweihung meines neuen alten Bastelzimmers an.
Alte Matte runter. Tisch einmal ordentlich sauber machen. Neue Matte auspacken und hinlegen.
Und plötzlich sieht der ganze Arbeitsplatz wieder ganz anders aus.

Und wenn der Tisch schon einmal leer ist …
… kann ich dir bei der Gelegenheit auch gleich noch eine meiner Trick-222-Ideen zeigen.
Kennst du das, wenn dir eine Idee einfach nicht mehr aus dem Kopf geht und du irgendwann wissen musst, ob sie funktioniert?
So ging es mir mit meinem Schnipselschlucker.
Ja, richtig gelesen: Mein Basteltisch hat jetzt einen Schnipselschlucker.
Die Idee war eigentlich ganz einfach: Wenn beim Basteln ständig kleine Papierreste, Schutzfolien von Klebestreifen und anderer Kleinkram auf dem Tisch entstehen – warum muss ich den eigentlich erst zusammensammeln, um ihn anschließend in den Mülleimer zu werfen?
Könnte der nicht einfach direkt vom Basteltisch dort hinein verschwinden?
Also habe ich in meinen alten Schreibtisch ein Loch gebohrt und dort ein Kunststoffrohr eingesetzt. Direkt darunter steht mein Mülleimer.
Jetzt kann ich kleine Papierreste und anderen Bastel-Kleinkram einfach zum Schnipselschlucker schieben oder wischen – und schwupps, landet alles im Mülleimer unter dem Tisch.
Da der Schreibtisch sowieso irgendwann ausgetauscht werden soll, war er das perfekte Versuchskaninchen für eine Idee, die einfach ausprobiert werden wollte.
Und was soll ich sagen?
Der Schnipselschlucker funktioniert.

Damit die neue Schneidematte möglichst lange schön bleibt
Meine alte Schneidematte hat mich rund 14 Jahre begleitet. Allerdings habe ich in dieser Zeit auch ein paar Dinge gelernt, die ich bei der neuen Matte lieber anders machen möchte.
Schneidematte möglichst flach lagern: Meine große Matte bleibt einfach auf dem Basteltisch liegen. Schneidematten sollten möglichst nicht längere Zeit aufrecht, gerollt oder geknickt gelagert werden, damit sie sich nicht verformen.
Hitze vermeiden: Das weiß ich aus eigener Erfahrung besonders gut. Heißluftfön, Heizung und andere starke Wärmequellen haben auf einer Schneidematte nichts verloren. Auch direkte Sonne und die damit verbundene Wärme würde ich vermeiden. Meine alte Matte hat mir ziemlich deutlich gezeigt, dass sich eine einmal verformte Matte nicht unbedingt wieder vollständig glätten lässt.

Mit einer scharfen Klinge und nicht mit unnötig viel Druck schneiden: Eine stumpfe Klinge verleitet schnell dazu, stärker aufzudrücken. Das beansprucht auch die Schneidematte stärker.
Nicht immer auf derselben Stelle schneiden: Wenn du häufig die gleichen Formate zuschneidest, entstehen schnell bevorzugte Schnittstellen. Deshalb kannst du die Matte zwischendurch drehen und möglichst unterschiedliche Bereiche benutzen.

Fürs Grobe darf die alte Matte wieder ran: Meine neue große Schneidematte möchte ich nicht mehr für alles benutzen. Wenn ich zum Beispiel Löcher stanze oder andere Arbeiten mache, bei denen viel punktueller Druck entsteht, lege ich künftig lieber eine meiner alten oder kleineren Schneidematten unter.
Die alten Matten werden also nicht entsorgt. Sie bekommen nur einen neuen Job.
Beim Reinigen lieber vorsichtig sein: Kleine Verschmutzungen würde ich zunächst mit einem feuchten Tuch und gegebenenfalls etwas mildem Spülmittel entfernen. Und bei stärkeren Mitteln wäre ich inzwischen vorsichtig.
Denn auch dazu habe ich bereits einen Selbstversuch gemacht: Kleberreste lassen sich tatsächlich mit Nagellackentferner entfernen.
Leider unter Umständen zusammen mit den aufgedruckten Markierungen.
Fragt mich, woher ich das weiß.
Bei meiner schönen neuen Matte werde ich diesen Versuch jedenfalls nicht wiederholen.
Was funktioniert bei der Reinigung wirklich?
Genau das möchte ich demnächst ausprobieren.
Bevor meine alten Schneidematten endgültig ihre neuen Aufgaben übernehmen, müssen sie nämlich noch für eine kleine Versuchsreihe herhalten. Ich möchte verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, mit denen sich Schneidematten reinigen lassen, und schauen, was tatsächlich funktioniert – und wovon man lieber die Finger lässt.
Meine alten Matten haben schließlich nicht mehr viel zu verlieren.
Wenn ich damit fertig bin, gibt es natürlich auch die Ergebnisse hier zu lesen.

Dann kann es jetzt wieder losgehen
Nachdem die neue Schneidematte lag, wurde unter dem Tisch noch einmal gesaugt, der Mülleimer wieder unter meinem Schnipselschlucker platziert – und dann konnte endlich wieder das auf den Tisch, wofür der ganze Aufwand überhaupt gedacht war:
Bastelmaterial.
Also Schneidebrett raus und los.
Natürlich kann ich nach den ersten Minuten noch keinen Langzeittest über meine neue Schneidematte schreiben. Aber der erste Eindruck gefällt mir richtig gut. Vor allem freue ich mich darüber, wieder eine große, durchgehende Arbeitsfläche auf meinem Basteltisch zu haben.
Und irgendwie fühlt es sich gerade tatsächlich so an, als wäre damit auch mein umgeräumtes und neu sortiertes Bastelzimmer offiziell eingeweiht.
Mal sehen, welche Spuren die neue Schneidematte in den nächsten Jahren sammeln wird.
Meine alte Schneidematte hat schließlich ziemlich gut vorgelegt.
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