Wer oder was ist eigentlich Stampin’ Up!? Und warum ich heute ganz anders darüber denke
Stampin’ Up! einfach erklärt
Stampin’ Up! ist ein Unternehmen im Direktvertrieb – also ein Konzept, das man zum Beispiel auch von Tupperware kennt. Nur für Bastelmaterial, wie Stempel, Papier und vieles mehr! Aber die angebotene Ware ist nicht der einzige Unterschied. Aber lass uns mal ganz auf Anfang spulen.
Gegründet wurde das Unternehmen 1988 von den Schwestern Shelli Gardner und Stacey Gardner. Heute ist Sara Douglass (die Tochter von Shelli) CEO bei Stampin‘ Up!, während Shelli Gardner als Verwaltungsratsvorsitzende weiterhin aktiv ist.
Stampin’ Up! ist mitlerweile international aufgestellt und aktuell in folgenden Ländern vertreten:
Vereinigte Staaten (inkl. Territorien), Kanada, Australien, Neuseeland, Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Österreich, Niederlande, Irland und Belgien.
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Worum es bei Stampin’ Up! wirklich geht
Bei Stampin‘ Up! dreht sich alles um kreatives Gestalten mit Stempeln und Papier – aber eben nicht als Kuddelmuddel, sondern mit viel Liebe ins Detail durchdacht und präzise aufeinander abgestimmt.
Vielleicht kennst du das: Du kaufst irgendwo günstige Materialien, hast rotes Papier, nimmst einen roten Stift dazu – und am Ende sieht es eher pink auf rot aus. Und plötzlich passt nichts mehr zusammen, obwohl es auf den ersten Blick „rot“ sein sollte.
Genau da liegt bei Stampin’ Up! der Unterschied. Die Farben sind exakt aufeinander abgestimmt. Wenn du dich zum Beispiel für eine Farbe wie „Kirschblüte“ entscheidest, bekommst du dazu nicht nur Cardstock (bei Stampin‘ Up! Farbkarton genannt), sondern auch die passende Stempelfarbe, Stifte, Designerpapier und wunderschöne Accessoires – alles im gleichen Farbton.
Desweiteren bekommst du bei Stampin‘ Up! auch Stempelsets und die passenden Stanzformen, damit du Motive nicht nur stempeln, sondern direkt sauber ausstanzen kannst. Das spart Zeit, Nerven und sorgt einfach dafür, dass deine Projekte stimmig aussehen, ohne dass du viel Aufwand hast. Denn das präzise Ausschneiden mit der Schere liegt vielen Bastlern nicht.
Was Stampin’ Up! für mich besonders macht
Ein Punkt, der für mich persönlich den größten Unterschied macht, ist die Sichtweise, die hinter dem Unternehmen steckt und wie bei Stampin’ Up! gedacht und miteinander umgegangen wird. Denn meine feste Überzeugung ist ja, dass jeder anders tickt und bei Stampin’ Up! darfst du so sein, wie du bist. Du musst dich nicht verbiegen, oder dich in ein bestimmtes System pressen und auch nichts so machen, wie man es angeblich machen muss.
Denk immer daran: Jeder tickt anders – und genau das ist auch gut so! Bei Stampin‘ Up! ist das nicht nur okay, sondern ausdrücklich gewünscht. Diese Unterschiedlichkeit wird geschätzt und gehört ganz bewusst zur Unternehmenskultur dazu.
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Seit ich mich 2012 selbstständig gemacht habe, war es mir wichtig, dass ich anderen helfe, sich mit der Kreativität etwas gutes zu tun, weil die Kreativität mir seit früher Kindheit im wahrsten Sinne des Wortes das Leben gerettet hat. (Siehe dazu „Über mich“) Und genau das ist auch das, was sich Stampin‘ Up! auf die Fahne geschrieben hat, als sie die Werte für das Unternehmen festgelegt haben.
Was ich ebenfalls bei Stampin‘ Up! schätze, ist die familiäre Atmosphäre, die mir persönlich auch einfach gut tut. Ich bin auch gleich in ein sehr herzliches Team gelandet, wo ich mich sehr gut aufgehoben fühle.
Warum ich eigentlich nie wieder Direktvertrieb machen wollte
Bevor ich zu Stampin’ Up! gekommen bin, war ich bereits in zwei mal einem anderen Direktvertrieb tätig. Und wenn ich ehrlich bin, war danach meine Einstellung: Das mache ich nie wieder.
Dort ging es stark um Zahlen, um Ziele und um kontinuierliche Steigerung. Es gab ständig neue Aktionen, neue Vorgaben und immer wieder diesen Druck, mehr Umsatz zu machen und mehr Menschen anzusprechen. Kaum war ein Ziel erreicht, kam das nächste. Und irgendwann fühlt sich das nicht mehr motivierend an, sondern einfach nur noch anstrengend und erdrückend.
Warum ich es trotzdem ausprobiert habe
Seit ich Stampin’ Up! in Berührung kannte, war ich sehr skeptisch. Ich war überzeugt, dass die Produkte zu teuer sind und gar nicht ander oder gar besser sein können, als andere Bastelmaterialien. Genauso ausgeschlossen war es für mich, dass ich überhaupt nur darüber nachdenken würde, bei Stampin‘ Up! einzusteigen.
Erst als ich 2021 die extreme Arbeitserleichterung kennen gelernt habe, die ein Papierschneider sein kann, hat sich meine Sichtweise geändert. Denn mein erster Papierschneider (oder Schneidebrett) war ein sehr günstiges Moedell und dementsprechend auch schnell in dutt (kaputt) . Ich wollte also einen neuen aber besseren haben. Also habe ich mich auf die Suche gemacht. Und dabei habe ich eines festgestellt:
Wenn man keine günstige Variante möchte, die schnell ungenau wird oder kaputtgeht, liegt man preislich ohnehin in einem ähnlichen Bereich, wie bei Stampin‘ Up!.
Dazu kam ein Einstiegsangebot, bei dem ich für mein Geld deutlich mehr Material bekommen habe, als ich erwartet hätte. Ich hatte also nichts zu verlieren und habe es einfach ausprobiert – mit dem Gedanken, dass ich das maximal ein Quartal mache.
Heute sind daraus mehrere Jahre geworden. Und wie ich inzwischen feststellen durfte, ging es vielen meiner Kolleginnen auch so.
Wie das Demonstrator-System wirklich funktioniert
Natürlich gibt es auch bei Stampin’ Up! Vorgaben und erwartungen. Die liegen im Wesentlichen bei einen Mindestumsatz. Aktuell liegt dieser bei etwa 360 Euro pro Quartal. Dieser Umsatz kann sowohl durch eigene Bestellungen als auch durch Bestellungen von Kunden erreicht werden, die über mich als Demsonstrator bestellen.
Der entscheidende Unterschied liegt aber im Umgang damit. Wenn du diesen Umsatz nicht erreichst, passiert zunächst einmal nichts Dramatisches. Du hast eine Übergangszeit von vier Wochen, in der du weiterhin Demonstrator bleibst und die Möglichkeit hast, den Umsatz noch zu erreichen.
Wenn das nicht klappt, endet deine Tätigkeit einfach. Ohne Druck, ohne weiteren Konsequenzen. Und genauso unkompliziert ist auch der Wiedereinstieg. Nach einer kurzen Pause kannst du jederzeit wieder einsteigen, im gleichen oder in einem anderen Team.
Der Hintergrund ist klar: Es soll keine inaktiven Demonstratoren geben, sondern Menschen, die wirklich aktiv dabei sind – aber eben ohne Druck. Viele Kolleginnen sind auch nur im Hobbybereich als Demonstrator angemeldet und bestellen nur für sich.
Unterstützung, wenn du sie möchtest
Stampin’ Up! bietet Schulungsmaterialien und Online-Schulungen an, die dir helfen können, deinen eigenen Weg zu finden. Du kannst diese Angebote nutzen, musst es aber nicht. Niemand erwartet, dass du sofort alles perfekt machst oder dich in ein bestimmtes System einfügst.
Du entscheidest selbst, wie viel du machst, wie du es machst und in welchem Tempo.
Der Leitspruch – und warum er tatsächlich gelebt wird
Der Leitspruch von Stampin’ Up! lautet:
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„Zu lieben, was wir tun, zu teilen, was wir lieben und somit anderen zu helfen, durch eigene Kreativität Erfolge zu erzielen.“
Genau das ist das Gefühl, das ich auch erlebe. Es geht nicht nur um Produkte oder Zahlen, sondern darum, Freude an Kreativität zu haben und diese weiterzugeben.
Für wen Stampin’ Up! gut passt – und für wen eher nicht
Stampin’ Up! passt besonders gut zu dir, wenn du gerne kreativ bist, Freude an Papier, Stempeln und Farben hast und dir wünschst, dein Hobby in deinem eigenen Tempo auszuleben oder vielleicht auch weiterzugeben.
Wenn du Wert auf eine entspannte Atmosphäre legst und keine Lust auf Verkaufsdruck hast, wirst du dich hier wahrscheinlich wohlfühlen.
Weniger passend ist es, wenn du vor allem schnell viel Geld verdienen möchtest oder klare Vorgaben und Wettbewerb brauchst, um motiviert zu bleiben. Stampin’ Up! funktioniert anders – ruhiger, persönlicher und langfristiger.
Mein Fazit
Ich bin damals mit Skepsis gestartet und war mir ziemlich sicher, dass ich nicht lange dabei bleiben würde. Heute sehe ich das komplett anders. Für mich ist Stampin’ Up! nicht einfach nur ein Anbieter für Bastelmaterialien, sondern ein Umfeld, das Kreativität, Positivität und Gemeinschaft verbindet. Und damit ist Stampin‘ Up! auch ein wichtiger Grundstein in meiner Selbstständigkeit geworden.
Und genau das ist der Grund, warum ich geblieben bin und bleiben möchte.
Wenn auch du Interesse hast, bei Stampin‘ Up! einzukaufen oder als Demonstrator einzusteigen und es einfach mal auszuprobieren, melde dich gerne bei mir.



